Herbst

Ach Herbst

du Bruder

der Melancholie

dein Regen perlt uns

alle durchwanderten Abschiede

an die Herzwand

deine Stürme raunen

uns ungesagte Worte

ins sehnende Ohr

und in den Ästen

der kahlen Bäume

hängt verloren ein Traum

Deine bemalten Blätter aber

flüstern die Namen derer

die uns Sommer sind

Die Zugvögel

wissen um Wiederkehr

und den Gesang des Frühlings

Und auf dem Dachfirst

lässt sich am Abend

vor einem Himmel

aus Hoffnungsrot

die Taube nieder

mit einem Zweig

im Schnabel.

10/20

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